Wir wollen nicht blind Umweltschutz betreiben, sondern wir wollen Umwelt dadurch schützen,

dass das was wir zufügen besser ist, wie das, was wir wegnehmen.

MAX BILL • Designer & Umweltaktivist • 1908 – 1994


SKI-INNSBRUCK-STUBAI

Dem Brückenschlag steht kein rechtliches Veto im Weg, für ein politisches GO liegen alle Voraussetzungen vor!

Verfassungsrechtler Mayer bestätigt juristische und völkerrechtliche Machbarkeit, BOKU-Studie belegt Potenzial des Brückenschlag!

 

Im Rahmen eines Medientermins im Plenarsaal des Innsbrucker Rathauses präsentierten namhafte Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Brückenschlag neue rechtliche Gutachten und Studien zum Projekt und bekräftigten ihre Überzeugung, dass der Brückenschlag die einzig sinnvolle und strukturell nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit der Skigebiete FÜR DIE BEVÖLKERUNG UND TOURISTEN des Großraums Innsbruck und des Stubai ist! Der renommierte Verfassungsrechtler Heinz Mayer widerlegte dabei anderslautende Papiere. Eine Kernaussage seines Gutachtens: „Es ist keineswegs so, dass in Ruhegebieten ein allgemeines und absolutes Eingriffsverbot besteht.“

 

Daher ist die zur Realisierung des Brückenschlag notwendige Gesetzesänderung weder verfassungswidrig noch völkerrechtlich bedenklich!

 

Mayer, der sich mit allen Gutachten und der Gesamtsituation rund um den Brückenschlag intensiv befasst hat, kommt weiters zum Schluss: Hätte der Tiroler Landtag eine wie von der Arbeitsgemeinschaft Brückenschlag vorgeschlagene Anpassung des Tiroler Naturschutzgesetzes vorgenommen, dann hätte diese auch Bestand. Die Zulässigkeit der Errichtung einer Seilbahn zum Zwecke des Brückenschlages ist daher auch im Lichte des allgemeinen Sachlichkeitsgebotes systemkonform und sachlich gerechtfertigt – keinesfalls jedoch verfassungswidrig!

 

Zu den völkerrechtlichen Fragestellungen rund um das Thema Alpenkonvention resümiert Prof. Mayer in seinem Gutachten: „Dass ein Zusammenschluss von Skigebieten unzulässig sein soll, vermag ich aus der Alpenkonvention nicht zu erkennen. Ich teile daher die Auffassung von Kollegen Hilpold voll und ganz, der bereits 2015 konstatiert hatte, dass es keine Völkerrechtlichen Hemmnisse gibt.“

 

Mit der Frage, wie sich der Zusammenschluss von Mutterer Alm, Axamer Lizum und Schlick2000 bei Gästen und Skifahrer ankommt, befasste sich ein Team der Universität für Bodenkultur rund um Univ.Prof. Ulrike Pröbstl-Haider in einer großen Feldstudie. Die Besonderheit dieser Studie ist, dass hier die für die Skigebietsentwicklung relevanten Kriterien, wie Schneesicherheit, Pistenkilometer, öffentliche Anbindung, Schwierigkeitsgrade und Erlebnisqualität, nicht separat, sondern im Verbund abgefragt wurden.

 

Insgesamt wurden 973 Urlauber und 189 Tagesbesucher aus Deutschland sowie 457 Urlauber und 292 Tagesbesucher aus Österreich online befragt.

 

Ulrike Pröbstl-Haider: Unsere Studie bestätigt die angenommene Verbesserung der Attraktivität für den Kunden, da

  • der Schwellenwert von über 70 Pistenkilometern überschritten wird (größere Skigebiete sind für Urlauber attraktiver),
  • die Möglichkeiten für den direkten Zugang vom Hotel ins Skigebiet erreicht werden (ski in Ski out),
  • 50% des zukünftigen Gebietes über 1500m liegen würden und
  • das Preis-Leistungsverhältnis als sehr angemessen empfunden wird.

Pröbstl-Haider: „Auch die Gletschernähe wirkt sich positiv aus. Es können verschiedene Zielgruppen unterschieden werden. Wie bisher würde auch in Zukunft vor allem die Familie angesprochen. Ein direkter Vergleich mit anderen Skigebieten in Tirol unterstreicht die verbesserte Konkurrenzfähigkeit bei den Urlaubern. Mehrheitlich würden Urlauber und Tagesbesucher einer Überspannung dann zustimmen, wenn ein Ausgleich durch Vergrößerung des Gebietes an anderer Stelle durchgefürt würde.“

 

Für den Obmann des TVB-Innsbruck, Dr. Karl Gostner, eine Bestätigung des bisher eingeschlagenen Weges: „Uns ist bewusst, dass derzeit der politische Wille für das Projekt nicht vorhanden ist. Nichts desto trotz werden wir in Richtung Zusammenschluss arbeiten, damit sich die Situation der betroffenen Schigebiete weiter verbessert. Das geht von der Unterstützung der Lizum bei der Erneuerung der Infrastruktur, insbesondere der Beschneiungsanlagen, über die gemeinsame Bewerbung über Verbandsgrenzen hinaus bis zur Entwicklung eines touristischen Kartenverbunds.“

 

Zur Kritik an der beharrlichen Verfolgung des Brückenschlag meint Gostner: „Von Kritikern auch aus eigenen Reihen hören wir immer wieder den Vorwurf, wir hätten mit öffentlichem Geld ein Projekt vorangetrieben, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, weil es rechtlich und politisch nicht möglich sei. Mit dem vorliegenden Gutachten von Prof. Heinz Mayr ist bewiesen, dass mit dem entsprechenden politischen Willen die Umsetzung möglich wäre. Nachdem die Verbindung Schlick – Lizum in den außerkoalitionären Raum gestellt wurde, war auch ein entsprechender politischer Wille trotz Regierungsbeteiligung der Grünen durchaus denkbar.“

 

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) und der amtsführende Tourismusstadtrat Franz X. Gruber betonen, dass ohne Brückenschlag weitreichende NEGATIVE Konsequenzen struktureller und wirtschaftlicher Natur für die Bevölkerung im Zentralraum Tirols (rund 200.000 Tirolerinnen und Tiroler) zu erwarten sind, da alleine ein Weiterbetrieb der aktuell nicht tragfähigen Strukturen im westlichen Mittelgebirge jährlich Millionen kosten wird. Dies ist besonders für private Betreiber auf Dauer nicht zu stemmen.

 

Stadtrat Franz X. Gruber: „Wir brauchen auch im Tiroler Zentralraum ein attraktives Wintersport- und Freizeittangebot, davon profitieren Einheimische und Gäste gleichermaßen. Für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Region sowie die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze ist dieses Projekt eine große Chance. Mit dieser Entwicklung ist auch die Zukunft der drei Skigebiete Lizum, Schlick und Mutterer Alm eng verknüpft.“

 

Christine Oppitz-Plörer: „Es ist eine wichtige politische Aufgabe, dort wo die Menschen wohnen, wohnortnahe Erholungsgebiete und Freizeitangebote – die im Sommer und Winter auch kostengünstig und umweltfreundlich mit dem öffentlichen Verkehr erreicht werden können – zu sichern. Mutterer Alm, Patscherkofel, Nordkette sind bereits im öffentlichen Eigentum. Die Axamer Lizum hingegen könnte mit entsprechender Zukunftsvision als Winter- und Sommergebiete in privater Hand bestehen bleiben und die Gemeinden entlasten.“

 

Der Neustifter Bürgermeister Peter Schönherr sieht im Brückenschlag eine wesentliche Möglichkeit der maßvollen aber notwendigen Weiterentwicklung: „Es war uns immer klar, dass es ein hartes Stück Arbeit ist, den Brückenschlag realisieren zu können. Und es war uns auch immer klar, dass es für die ÖVP und Landeschef Platter nicht einfach sein wird, die Weichen für den Brückenschlag zu stellen, dies trotz mehrfacher Zusagen und Versprechen. Auch wir erkennen die aktuelle politische Situation. Aber politische Rahmenbedingungen ändern die Realität nicht. Und in der Realität ist der Brückenschlag das einzig wirklich sinnvolle und wirtschaftlich tragfähige Projekt bei minimalen Eingriffen in die Natur. Wir nehmen die Idee einer juristischen Überprüfung der Verordnungslandschaft in und um Neustift gerne auf. Eine derart weitreichenden Überprüfung der Schutz- und Ruhegebiete hat jedenfalls das Potenzial, weitreichende Konsequenzen zu entfalten. Ebenso wie es für uns sehr interessant ist, die Entstehung dieser Gebiete auf juristische Werthaltigkeit abzukopfen.“

 

Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates des TVB Stubai, Armin Pfurtscheller, ist der Brückenschlag jedenfalls alternativlos: „Wir haben ein exzellentes Gletscherskigebiet aber kein konkurrenzfähiges Winterskigebiet. Der TVB hat bereits weitreichende Finanzierungsbeschlüsse gefasst, die Gletscherbahnen und deren Chef Reinhard Klier sind im Boot. Wir warten auf die Umsetzung der uns gemachten Zusagen – nun umso mehr, da bewiesen ist, dass der Brückenschlag machbar ist! Und wenn dies aus Koalitionsräson aktuell nicht möglich ist, dann müssen uns die Verantwortlichen Landespolitiker Lösungswege aufzeigen.“

 

Der ehemalige Axamer Bürgermeister und Landtagsabgeordnete der Tiroler Volkspartei, Rudolf Nagl, kündigte im Rahmen des Pressegesprächs an: „Ich werde jedenfalls gemeinsam mit weiteren Unterstützen parteiintern das Thema wieder aufs Tapet bringen. Auch wenn mir klar ist, dass manche dies nicht wollen. Aber wenn wir unsere Glaubwürdigkeit nicht verlieren wollen, müssen wir zu gegebenen Worten stehen, Versprechen einhalten und dürfen uns nicht verstecken.“

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Endbericht von Univ.Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider
Untersuchung des Einflusses von Skigebietsverbindungen im Bereich Stubai/westliches Mittelgebirge auf die regionale und deutsche Nachfrage durch Wintersportler
Endbericht Arge Brückenschlag FINAL 2015
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Gutachten von o.Univ.Prof. DDr. Heinz Mayer
Mayer Gutachten Brückenschlag 2015-11-30
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Der Brückenschlag

Die Vision

Wir sind von einer intakten Umwelt, aber auch von einer guten Infrastruktur abhängig. Die Verbindung der Axamer Lizum mit den benachbarten Wintersportgebieten Muttereralm und Schlick 2000 (mit Anbindung an Neustift im Stubaital) ist mit geringen Eingriffen realisierbar. Das westliche Mittelgebirge, das Stubaital, aber auch die traditionsreiche Olympiastadt Innsbruck können von "Ski-Innsbruck-Stubai" wirtschaftlich im hohen Maße profitieren. Dadurch werden nicht nur hunderte Arbeitsplätze in der Region gesichert - es werden sogar neue Stellen geschaffen. Sowohl zur Sicherung der touristischen Lebensgrundlage für die in diesen Regionen lebenden Menschen, als auch einer zeitgemäßen und tollen Freizeitinfrastruktur erscheint ein Zusammenschluss unumgänglich. Diese Ansicht teilen auch alle Vertreter der betroffenen Gemeinden und Tourismusverbänden. Selten zuvor hat es ein Projekt gegeben, das so konsequent verfolgt und entwickelt wurde!