Brückenschlag: Welche Auswirkungen hat der Verkehr?

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INVESTITIONEN

  • Zusammenschluss Mutterer Alm - Axamer Lizum:                        17 Millionen inkl. Piste, Skiweg und Beschneiung
  • Zusammenschluss - Zusammenschluss Hoadl-Kreuzjoch:          28 Millionen
  • Anbindung Neustift-Schlick auf Sennjoch:                                      19 Millionen inkl. Beschneiung und Piste

Die Finanzierungskonzepte sehen vor, dass oben angeführte Investitionen von den betroffenen Seilbahnunternehmen, den privaten Seilbahnbetreibern, den Tourismusverbänden und den Regionen getragen werden. Der Beitrag der öffentlichen Institutionen beträgt max. 20% der Investitionssumme von 64 Mio. und setzt sich aus Beteiligungen, Zinsen für zinslose Darlehen und Einmalzuschüssen zusammen.
Die Erneuerungsinvestitionen von 38,5 Mio. in den Stammgesellschaften (Muttereralm 4,5 Mio, Axamer Lizum 26 Mio. und Schlick2000 8 Mio.) in den nächsten 10 Jahren können nach Realisierung der Verbindungsprojekte durch die Seilbahnunternehmen selbst finanziert werden.


RAHMENBEDINGUNGEN & POTENTIALE

  • 300.000 Einwohner leben im Zentralraum von Telfs bis Schwaz
  • 30.000 Studenten haben Innsbruck als Studienort gewählt
  • 23.200 Gästebetten stehen in Innsbruck und den westlichen Feriendörfern sowie im Stubai zur Verfügung
  • 100-120 Ganzjahresarbeitsplätze hängen derzeit laut einer Studie aus dem Jahr 2013 direkt und indirekt alleine am Fortbestehen des Betriebes der Axamer Lizum. Zudem hängen in den betroffenen Regionen tausende Arbeitsplätze an einem funktionierenden Tourismus.


MYTHEN & FAKTEN

Mythos 1: Es handelt sich um einen großen Eingriff, der die Natur massiv belastet!

Antwort: Nein. Die beiden Stützen am östlichen Rand der Kalkkögel für die 3-S-Bahn vom Hoadl auf das Kreuzjoch beanspruchen gesamt lediglich 150 Quadratmeter. Kein Baum muss gefällt werden, keine Piste oder andere Erschließung würde die Kalkkögel berühren. Es benötigt auch keine neue Baustraße.


Mythos 2: Das Projekt geht nicht konform mit den Verträgen der Alpenkonvention!

Antwort: Nein. Die Alpenkonvention statuiert kein absolutes Eingriffsverbot in bestehende Schutzgebiete! Änderungen von Schutzgebieten und Porjektrealisierungen unter Berücksichtigung des konkreten Eingriffes in die betroffenen Schutzgüter mit ausreichend gewichteter Abwägung der Interessen des Naturschutzes sind weiterhin zulässig.


Mythos 3: Für das Projekt müssen enorme Summen an öffentlichen Mitteln beigesteuert werden, zudem ist die Gefahr der Geldverschwendung groß!

Antwort: Falsch. Die Studie von GrischConsulta zeigt und belegt, dass die Verbindung von Mutters bis nach Neustift wirtschaftlich ist und für die betroffenen Unternehmen die Möglichkeit schafft, künftig ohne weitere Zuschüsse und Subventionen die notwendigen Erneuerungsinvestitionen zu tätigen. Die Beteiligungen der öffentlichen Institutionen am Zusammenschluss bewegen sich im Rahmen des EU-Rechtes, die Förderungen sind jedenfalls unterhalb von 20% angesiedelt.


Mythos 4: Die geplante Verbindung über die Kalkkögel zerstört den Anblick dieser einzigartigen Formation!

Antwort: Nein. Der auf folgender Visualisierung dargestellte Anblick wird durch die Verbindungsbahn kaum beeinflusst.


Mythos 5: Durch den Zusammenschluss entsteht mehr Verkehr!

Antwort: Nein, es ist eher damit zu rechnen, dass mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und sich die Verkehrsströme durch die vielen Eintrittsmöglichkeiten in das neue Skigebiet gut verteilen. Die Aufenthaltsgäste aus dem Stubai kommen per Seilbahn und gehen auch per Seilbahn..



DIE KALKKÖGEL

Die Bergkette gehört zu den Stubaier Alpen. Die Kalkkögel bestehen aus mesozoischen Sedimenten wie sie auch andernorts in der näheren Umgebung vorkommen. Vom äußeren Erscheinungsbild her ähneln die Kalkkögel den Dolomiten, weshalb sie auch oft als Nordtiroler Dolomiten bezeichnet werden.

Infos zum Ruhegebiet finden Sie hier.


DIE GRISCHCONSULTASTUDIE

"Skitechnische Verbindung Innsbruck - Stubai (Ski Innsbruck Stubai)"

Der „Masterplan Bergbahnen Innsbruck“ der vom unabhängigen Schweizer Beratungsinstitut grischconsulta im Auftrag des Tourismusverbands Innsbruck und der Beteiligung des Landes Tirol, der Stadt Innsbruck und des Planungsverbandes Innsbruck und Umgebung erarbeitet wurde, hat den Status Quo erhoben und Lösungen definiert. Das Ergebnis der Studie ist, dass einzig eine Verbindung von Mutters über die Axamer Lizum ins Stubai touristisch, betriebswirtschaftlich und regionalwirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig ist. Ergänzt wurde diese Studie um die Betrachtung der Verbindung der drei Skigebiete Muttereralm-Axamer Lizum-Schlick2000 - „Skitechnische Verbindung Innsbruck-Stubai (Ski Innsbruck Stubai)“. Dabei wurden die Investitionen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Patscherkofels herausgenommen.

Darin enthalten sind 64 Mio. Investitionen in die Verbindungsprojekte sowie 38,5 Mio. Ersatzinvestitionen in den drei Stammgesellschaften Muttereralm, Axamer Lizum und Schlick2000. Die Umsatzsteigerung pro Jahr der drei Stammgesellschaften sowie der Projektgesellschaften beträgt nach dem Zusammenschluss in der konsolidierten Betrachtung 7,8 Mio. im Winter und 1,1 Mio. im Sommer. Der Cashflow kann von 1,8 Mio. auf 8 Mio. gesteigert werden. Es kann von einem Gewinn von 0,1 - 0,3 Mio. (im 10. Betriebsjahr) ausgegangen werden.

„Mit den resultierenden Cashflows und dem vorliegendem Finanzierungsmodell ist es möglich, die Investitionen in die Verbindungsprojekte und in die Anbindung zu tätigen und deren Abschreibung zu finanzieren. Die Cashflows erlauben den Stammgesellschaften zudem die Finanzierung der notwendigen Ersatzinvestitionen aus eigener Kraft.“ Die resultierenden Cashflows werden zwischen den Gesellschaften so aufgeteilt, dass damit die Finanzierung der Projektgesellschaften gesichert und zudem die Reinvestitionstätigkeit in den Stammgesellschaften gewehrleistet ist.

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grischconsulta Studie
bericht-bb-innsbruck-stubai_18-11-2014-f
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